Perfekt?

Nein. In meinem Leben bin ich noch lange nicht dort angelangt, wo ich einmal hin möchte. Viele Dinge sind nicht perfekt, aber ich habe gelernt, mich nicht mehr von den Meinungen anderer erdrücken zu lassen. Woher dieser langjährige Erfolgsdruck kam, weiß ich nicht, aber seitdem ich denken kann, war mein Selbstwert davon abhängig, was Mitmenschen und Freunde von mir dachten. Spätestens nach meinem Studienabbruch im Jahr 2007 brach meine “perfekt” geplante Welt zusammen und mit meiner neuen Berufswahl in der Altenpflege entsprach ich überhaupt nicht mehr den Erwartungen anderer. Auf steinigem Weg musste ich lernen, mich selbst zu finden und kann nach 7 Jahren sagen, dass sich diese Reise mehr als gelohnt hat. Jesus sagt, dass ein guter Baum gute Früchte bringt. So eine einfache Botschaft, aber so erkenntnisreich für mich. Ab dem Punkt, wo ich aufgehört habe, meine mageren Früchte zu polieren und mich um meine Wurzeln kümmerte, erfuhr mein Leben eine positive Wendung. Gute Resultate kamen wie von alleine, denn meine Wurzeln waren zum ersten Mal in festem Boden, der Liebe Gottes, verankert. Den Drang in sich zu spüren, Dinge exzellent tun zu wollen, ist göttlich, nicht aber der Druck von außen, der zerstörerisch und gefährlich ist. Wenn Dinge in Deinem Leben nicht perfekt sind, dann gib nicht auf. Suche nach Gottes Weisheit und Seiner bedingungslosen Liebe. Ein perfektes Angebot.

Eine behütete Nacht, Jeannette

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