An Tagen wie diesen, sonnig und sorglos, merke ich, wie gut es mir doch geht. Der Tisch ist reich gedeckt [ … heute sogar mit frisch gebackenem Brot von Matthias] und zahlreiche Wünsche wurden, dank einem großzügigen Gott, bis zu diesem Tag Wirklichkeit. Doch wenn man in die Welt hinausschaut, sei es über den Vergleich mit anderen Personen auf Instagram oder im Kontakt mit Freunden, dann besteht die Gefahr, dass diese Dankbarkeit wie eine alte, verdorrte Kirsche zusammenschrumpft. Mit der Undankbarkeit wächst auch die Angst, dass man ‘mehr’ braucht, um geliebt zu sein – mehr Schönheit, mehr Erfolg, mehr Anerkennung. Mehr von allem. Es wird gesammelt und aufbewahrt. Es wird krampfhaft festgehalten und mühsam vermehrt. Es wird vergessen, Gott zurückzugeben.

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Ich selbst muss immer wieder bewusst diesen Kreislauf des Vergleichs unterbrechen, um mich auf die Größe Gottes in mir zu fokussieren. In Ihm verblasst Neid, Furcht vor der Zukunft und Minderwertigkeit.

Am schnellsten geschieht diese Ausrichtung, indem ich damit beginne, zu geben. Jedes mal, wenn ich etwas von mir hergebe, sage ich zu Gott, der in mir wohnt:

“Ich vertraue Dir. Danke für alles! Ich weiß, Du bist die Quelle der Freude, des Erfolgs, der Anerkennung … mit Dir entsteht nie Mangel, physisch und psychisch. In Dir habe ich mehr als genug, deswegen kann ich geben und wieder groß erwarten.”

Und dann beginne ich damit, nach etwas Kostbarem in meinem Leben zu suchen (Geld, Zeit, Arbeitskraft, Hilfe, Ermutigung … ), das ich weitergeben kann, um meinem Dank Ausdruck zu bringen und um ein neues Pflänzlein in den Boden des Glaubens setzen zu können, das Frucht bringt. Über die Jahre wuchs so in mir der innerer Friede, dass nichts und niemand mich von der Versorgung Gottes entfernen könnte. Das regelmäßige Geben wurde zu einem unverzichtbaren Bestandteil meines Lebens und ist der Grund für inneren Frieden, echte Freude, Furchtlosigkeit und beständigem Wohlstand und Wohlergehen.

Du darfst ein blühendes, beschenktes Leben führen, vergiss aber nicht, zurückzugeben.

Sie wollte stets haben,

Gab nichts zurück,

Zerstörte so selbst,

Ihr eigenes Glück.

Getrieben von Sorgen,

Sammelt sie an,

Denkt dabei nicht an morgen,

Das Ernten nie begann.

JM

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